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e4Testival 2027: 16. - 18. Oktober 2027

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Was verbindet eine kleine Mobilitäts-Challenge, 1.000 Kilometer und sechs Duftdosen?

Eine Geschichte über Mobilität, Neugier und das e4TESTIVAL 2026


2036 - Weißt du noch?

Wir sitzen im Herbst 2036 gemeinsam am Tisch. Meine beiden Nichten, inzwischen Mitte 30, ihre Kinder und ich. Vor uns liegt ein Fotoalbum. „Schau mal, das war doch damals in München!“

DriveNow 2013 – Carsharing brauchte noch eine Karte. Das Auto wurde über einen Kartenleser an der Windschutzscheibe geöffnet.

DriveNow 2013 – Carsharing brauchte noch eine Karte. Das Auto wurde über einen Kartenleser an der Windschutzscheibe geöffnet. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals ein neuer Zugang zur Mobilität: ein Auto nutzen, ohne es zu besitzen.


Wir blättern zurück ins Jahr 2012. Meine beiden Nichten waren noch Kinder und für eine Woche bei mir zu Besuch. Unsere kleine Challenge: Ausflüge ohne eigenes Auto, dafür mit möglichst vielen unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Nicht einfach herumfahren, sondern für jeden Weg die passende Lösung finden.
Mit ihrer Oma waren sie im Zug angereist. In München ging es mit dem Call a Bike zum Olympiapark, mit Bus und S-Bahn durch die Stadt und erstmals nutzetn sie mit mir ein Carsharing-Auto. Am Ende hatten wir uns mit 14 verschiedenen Fahrzeugen fortbewegt.

Was heute einfach klingt, war damals ein kleines Abenteuer. Carsharing war neu: Wie meldet man sich an, wie öffnet man das Auto? Erst mit einem Chip am Führerschein, später mit einer Karte. Dazu die Suche nach den richtigen Fahrkarten und Tarifen. Spontan umplanen? Nicht immer einfach.

Unsere Entdeckung: Man braucht nicht für jeden Weg ein eigenes Auto. Man muss nur die Alternativen kennen und nutzen können.

Die Kinder am Tisch schauen ungläubig: „Wieso habt ihr dafür überhaupt eine Challenge gebraucht?“ Weil wir gewohnt waren, Mobilität vom eigenen Auto her zu denken. Einsteigen, losfahren, fertig. Wir wollten es umdrehen: erst das Ziel, dann das passende Verkehrsmittel.
Schon damals waren meine Kollegen und ich überzeugt, dass wir künftig weniger in Autos und stärker in Mobilität denken würden.
Bis 2026 hatte sich einiges verändert: Das Deutschlandticket vereinfachte den Nahverkehr, Apps ersetzten Karten, Chips und aufwendige Anmeldungen. Vieles ließ sich inzwischen spontan nutzen. Und das alles in knapp 15 Jahren.


2026 

Wir stehen in der Boxengasse – ihr erstes e4Testival

Ein paar Seiten weiter entdecken wir Fotos vom Hockenheimring. Oktober 2026 e4TESTIVAL

Impressionen e4Testival Fahrzeuge, Menschen, Competition

Impression e4Testival 2026

Aus den Mädchen von damals waren junge Frauen geworden. Beide konnten inzwischen selbst Auto fahren. Und diesmal wollten wir gemeinsam entdecken, wie vielfältig Elektromobilität inzwischen geworden war.
Allerdings waren wir nicht nur als Besucher dort.
Das Institut Neue Mobilität und JU-KNOW waren gemeinsam auf dem Festival wie auch schon die Jahre davor aktiv und vertreten. Eine meiner Nichten unterstützte uns am Stand, die andere hielt Eindrücke mit Fotos und Videos für Social Media fest.
Die beiden erlebten die Veranstaltung damit gleich aus mehreren Perspektiven: als Besucherinnen, als Fahrerinnen und ein Stück weit auch hinter den Kulissen.
Und es gab eine Menge zu entdecken.
Wo sonst konnte man an einem Wochenende so viele unterschiedliche Elektrofahrzeuge unmittelbar miteinander vergleichen? Vom kleinen elektrischen Leichtfahrzeug über Pkw bis hin zum Truck. Deutsche Hersteller, asiatische Anbieter, bekannte Namen und neue Konzepte.

eLeichtfahrzeuge klein bunt elektisch Microlinos und Topolino

Klein, bunt und elektrisch. - Microlino und andere elektrische Leichtfahrzeuge zeigten beim e4 TESTIVAL 2026, dass Mobilität nicht immer in klassischen Autogrößen gedacht werden muss.

Das Besondere: Man durfte nicht nur schauen. Führerschein vorzeigen, anmelden, einsteigen. So einfach kann es sein. Ein Instruktor begleitete die Fahrt, erklärte bei Bedarf das Fahrzeug – und dann ging es hinaus auf den Ring.

Elektromobilität in einer anderen Gewichtsklasse. - Ein Mercedes-Benz eActros auf dem Hockenheimring

Elektromobilität in einer anderen Gewichtsklasse. - Ein Mercedes-Benz eActros bei der Testfahrt auf dem Hockenheimring. Elektromobilität war 2026 längst nicht mehr nur ein Thema für Pkw.

Eine Probefahrt auf einer Rennstrecke. Das ist schon eine andere Atmosphäre als die übliche Runde um ein Autohaus. Ein ganz besonderes Gefühl.
Vor allem konnte man verschiedene Fahrzeuge direkt hintereinander ausprobieren und vergleichen. Schauen, was es Neues gibt, oder sich zum ersten Mal überhaupt mit Elektromobilität beschäftigen.

Eine Boxengasse voller Möglichkeiten. - Zahlreiche Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Hersteller

Eine Boxengasse voller Möglichkeiten. - Zahlreiche Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Hersteller standen beim e4 TESTIVAL 2026 für Probefahrten bereit. Anmelden, einsteigen, ausprobieren – und direkt vergleichen.

Man kann viel über elektrische Antriebe, neue Fahrzeugkonzepte und Bedienungssysteme erzählen. Aber erst wenn man selbst drin sitzt, bekommt man ein Gefühl dafür. Und kann sich eine eigene Meinung bilden.



Oldtimer trifft Elektroantrieb.- Ein zum Elektroauto umgebauter Porsche und ein elektrifizierter Messerschmitt-Kabinenroller



Oldtimer trifft Elektroantrieb.- Ein zum Elektroauto umgebauter Porsche und ein elektrifizierter Messerschmitt-Kabinenroller zeigten, wie sich klassische Fahrzeugkonzepte mit neuer Antriebstechnik verbinden lassen.

Neben den Fahrzeugen gab es viel zu entdecken: Reisen mit dem Elektroauto, elektrische Camper, Ladeinfrastruktur und neue Mobilitätsangebote.

Elektroautos nutzen statt besitzen. - flexible Miet- und Sharingangebote

Elektroautos nutzen statt besitzen. -Auch flexible Miet- und Sharingangebote gehörten zur Vielfalt beim e4TESTIVAL 2026. Ein Beispiel dafür, dass sich nicht nur die Antriebe, sondern auch die Nutzung von Fahrzeugen verändert.

Man konnte selbst fahren, mitfahren und sogar teleoperiertes Fahren erleben.Bei einem der Bilder bleiben die Kinder hängen.
„Moment mal, da sitzt ja gar niemand drin. Fährt das Auto damals schon von allein?“
Nicht ganz. Beim teleoperierten Fahren sitzt der Fahrer nicht im Fahrzeug, sondern steuert es aus der Ferne, beispielsweise von einer Leitstelle aus. Anders als beim autonomen Fahren übernimmt also weiterhin ein Mensch die Steuerung.

Teleoperiertes Fahren – der Fahrer sitzt woanders. - Bildschirmarbeitsplatz


ein Fahrzeug draußen auf der Strecke ferngesteuert


Teleoperiertes Fahren – der Fahrer sitzt woanders. - Von einem Bildschirmarbeitsplatz in der Boxengasse wurde ein Fahrzeug draußen auf der Strecke ferngesteuert. Anders als beim autonomen Fahren blieb der Mensch unmittelbar am Steuer – nur eben aus der Ferne.

Meine Nichte hatte nach ihrer Fahrt damals etwas Interessantes erzählt: Das teleoperierte Fahren selbst hatte sie gar nicht so außergewöhnlich gefunden. Der eigentliche Wow-Effekt kam erst danach. Als sie ausgestiegen war und das Fahrzeug ohne sichtbaren Fahrer einfach wegfuhr.

Manchmal begreift man erst durch eine solche Erfahrung, was eine neue Technologie tatsächlich bedeutet.


Drei Tage, viele Perspektiven – und viele Begegnungen

Was die Besucher am Wochenende ausprobieren konnten, hatte noch eine andere Seite.

Am Freitag ging es beim Fachbesuchertag um die praktische Umsetzung von Elektromobilität in Unternehmen. Im Mittelpunkt standen diesmal insbesondere Fuhrparkverantwortliche.

Wie lässt sich eine Flotte umstellen? Welche Infrastruktur braucht es? Was rechnet sich? Wo liegen die Herausforderungen im Alltag?

Geführter Rundgang - eine Gruppe auf dem e4Testival

Tiefe Einblicke – geführter Rundgang über das e4Testival

„Aber wenn die Elektroautos schon funktioniert haben, warum hatten die Firmen dann nicht längst alle welche?“

Eine gute Frage. Denn es ging eben nicht nur darum, andere Fahrzeuge zu kaufen. Ladeinfrastruktur, Einsatzprofile, Wirtschaftlichkeit, betriebliche Abläufe und die Menschen, die mit den Fahrzeugen arbeiten – all das musste zusammenpassen.
Eine neue Technologie kann längst funktionieren. Bis sie sich im Alltag und in Unternehmen durchsetzt, ist es manchmal trotzdem ein langer Weg.

Politik trifft Praxis: Staatssekretär Raimund Haser beim e4TESTIVAL 2026 am Hockenheimring.

Politik trifft Praxis: Staatssekretär Raimund Haser beim e4TESTIVAL 2026 am Hockenheimring.

Am Abend öffnete sich bei der B2Professionals Night im Porsche Experience Center der Blick auf die größeren Zusammenhänge.
Neue Geschäftsmodelle, Software, künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und die Frage, wie wir den Wandel in der Automobilwirtschaft gestalten können.
Hochkarätige Vortragende und Panelgäste lieferten interessante Impulse.

B2Professionals Night Moderatoren und Referenten

Impulse für die Mobilität von morgen: Bei der B2Professionals Night 2026 im Porsche Experience Center am Hockenheimring – mit Christian Clerici, Henning Krogh, Prof. Günther Schuh, Maren Gräf, Kristin Harder, Tuuli Tolmats-Aia, Stefan Reisinger, Christian Senger, Stefan Mecha und Michael Jost.

Mindestens genauso spannend war für uns aber die Mischung der Menschen, die dort zusammenkamen.
Strategen neben Praktikern, etablierte Unternehmen neben neuen Anbietern, Entscheider neben Menschen, die ganz konkret an Lösungen arbeiten.
Rund 200 bis 250 Teilnehmer – groß genug für unterschiedliche Perspektiven, überschaubar genug, um sich wirklich zu begegnen.
Denn neue Ideen entstehen selten allein auf der Bühne. Oft ist es das Gespräch danach, das etwas in Bewegung bringt.

Genau darin liegt für mich eine Stärke dieses Festivals: Am Freitag wird über die Zukunft von Mobilität erfahren und diskutiert. Am Wochenende können Menschen ganz konkret erleben, worüber gesprochen wurde.


17 Stunden Rennen – 
und der Schnellste gewinnt nicht unbedingt

Auf den nächsten Bildern ist wieder Rennbetrieb zu sehen. Die ADAC e-competition. Ein 17-Stunden-Rennen mit serienmäßigen Elektroautos.

Startaufstellung der ADAC e-competition

17 Stunden, eine Herausforderung: möglichst weit kommen. - Die Startaufstellung der ADAC e-competition 2026. Bei diesem Wettbewerb für serienmäßige Elektroautos zählte nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern die zurückgelegte Strecke einschließlich der Ladepausen.

„17 Stunden? Sind die da wirklich die ganze Zeit im Kreis gefahren?“

Nicht ganz. Zwischendurch musste natürlich auch geladen werden. Und das war das Spannende: Es ging nicht darum, möglichst schnell zu fahren, sondern innerhalb von 17 Stunden möglichst viele Kilometer zurückzulegen.

Wie schnell fahre ich, ohne zu viel Energie zu verbrauchen? Wann lade ich und wie lange? Wann wechseln sich die Fahrer ab?

Eine Mischung aus Fahrgefühl, Technik, Strategie und Teamarbeit.

Auto Auers mit Team und gelbem Puma

17 Stunden Rennen, ein gemeinsames Ziel: Auto Auers, Sulzbach-Rosenberg mit dem Ford-Puma war zum zweiten Mal dabei. Sie nutzen die ADAC e-competition 2026 als Teamevent – für Fahrspaß, Strategie und Teamgeist 

2026 wurde die Marke von 1.000 Kilometern deutlich überschritten. 

Einschließlich aller Ladepausen wohlgemerkt. Und das Schöne an diesem Wettbewerb: Mitmachen konnten ganz unterschiedliche Teams. Fahrbegeisterte, Freundeskreise, Vereine oder Automobilclubs. Unternehmen konnten eigene Mannschaften ins Rennen schicken – warum nicht einmal Vertrieb gegen Werkstatt? Oder das Ganze als Teamevent nutzen, bei dem man gemeinsam eine Strategie entwickeln und unter realen Bedingungen umsetzen muss.

eCompetition Zieleinlauf - Jubel und Fotografen

Über 1.000 Kilometer in 17 Stunden. - Zieleinlauf bei der ADAC e-competition 2026 am Hockenheimring. Fahrstrategie, Energieverbrauch, Ladeplanung und Teamarbeit entschieden über das Ergebnis.

Für Fahrzeughersteller wiederum war es eine Gelegenheit, ihre Serienfahrzeuge über viele Stunden im Wettbewerb zu erleben und zu zeigen, was ihre Technik tatsächlich leistet.

Ein Wettbewerb, viele unterschiedliche Motive, mitzumachen.

Volkswagen Mission Efficiency

Seriennahes Elektrokonzeptfahrzeug Volkswagen Mission Efficiency


Und das auf einer Rennstrecke, wo ausgerechnet die Höchstgeschwindigkeit nicht der Schlüssel zum Erfolg war.

Und welches war nun das beste Elektroauto?

Ein weiteres Foto zeigt die Preisverleihung des BEST IN CLASS Awards 2027, der im Oktober 2026 am Hockenheimring vergeben wurde.
„Und welches Auto war damals das beste?“

Fahrzeuge im Umfeld des BEST IN CLASS Awards 2027 von electricar in der Boxengasse

Welches Elektroauto ist das beste – und für wen? -Fahrzeuge im Umfeld des BEST IN CLASS Awards 2027 von electricar in der Boxengasse. Unterschiedliche Fahrzeugklassen machen deutlich, dass es nicht die eine richtige Mobilitätslösung für alle gibt.

Gar nicht so einfach zu beantworten. Denn was heißt eigentlich „das beste Auto“?
Für eine Familie ist etwas anderes wichtig als für einen Handwerker, einen Stadtbewohner oder einen Fuhrparkmanager. Genau deshalb gab es den BEST IN CLASS Award des Fachmagazins electricar, den wir als Institut Neue Mobilität als Partner und Mitglied der Fachjury mitgestalten.

BEST IN CLASS Award 2027 – Newcomer E-Mobilität: Matthias Groher (INM) und Armin Grasmuck (electricar) bei der Urkundenübergabe an Gordon Krug (XPENG), Gewinner der Kategorie „Newcomer E-Mobilität“.


Knapp 100 Fahrzeuge und Marken waren in elf Kategorien nominiert. Vom kleinen Elektroauto über Familien- und Flottenfahrzeuge bis zu neuen Herstellern und innovativen Mobilitätslösungen.

Ein Blick durch die Kamera auf den Award.

Ein Blick durch die Kamera auf den Award. - Christian Clerici moderierte die Verleihung des BEST IN CLASS Awards 2027 am Hockenheimring im Oktober 2026. Das Institut Neue Mobilität war als Partner und Mitglied der Fachjury beteiligt.

Bewertet wurden nicht nur Fahrleistung und Reichweite, sondern auch Effizienz, Nachhaltigkeit, Komfort, Qualität und die Eignung für unterschiedliche Einsatzzwecke. Neben technischen Daten flossen die Einschätzungen der Fachjury und der Leser ein.

BEST IN CLASS Award 2027: Die Preisträger und Mitglieder der Fachjury bei der gemeinsamen Preisverleihung am Hockenheimring im Oktober 2026.

Spannend war dabei auch, wie sich die Fahrzeuglandschaft verändert hatte. Neue Anbieter trafen auf etablierte Hersteller, neue Konzepte auf vertraute Fahrzeugklassen.
Für uns war die Juryarbeit deshalb weit mehr als eine Bewertung einzelner Autos. Sie bot die Gelegenheit, Entwicklungen zu verfolgen, unterschiedliche Konzepte einzuordnen und den Blick über die bekannten Marken hinaus zu erweitern.
Und wenn man zehn Jahre später durch das Fotoalbum blättert, ist natürlich besonders interessant, welche dieser Hersteller und Konzepte sich inzwischen durchgesetzt haben.

Ausgezeichnete Vielfalt. - Ein Teil der Gewinnerfahrzeuge des BEST IN CLASS Awards 2027, aufgereiht am Hockenheimring. Unterschiedliche Hersteller und Fahrzeugkonzepte zeigen, wie breit sich das Angebot an Elektromobilität entwickelt hatte.

Und dann hatten wir noch den richtigen Riecher

Ein paar Fotos weiter im Album stehen wir an unserem gemeinsamen Stand von Institut Neue Mobilität und JU-KNOW. Wir haben dort die Schenna e.motion vorgestellt, ein besonderes Elektromobilitäts-Erlebnisformat in Südtirol. Das Konzept verbindet drei Dinge: Fahrspaß auf eindrucksvollen Panoramastraßen, kleine Challenges und Geschicklichkeitsaufgaben unterwegs sowie Begegnungen mit regionalen Produzenten. Eine Kaffeerösterei, eine Käserei und andere Orte, die man als gewöhnlicher Tourist vielleicht gar nicht entdecken würde. - Wir hatten uns überlegt: Wie können wir etwas von diesem Erlebnis nach Hockenheim bringen?

Schenna-e.motion-Quiz machten das Institut Neue Mobilität und JU-KNOW beim e4 TESTIVAL 2026

Den richtigen Riecher gehabt. - Mit einem kleinen Schenna-e.motion-Quiz machten das Institut Neue Mobilität und JU-KNOW beim e4 TESTIVAL 2026 Elektromobilität auf ungewöhnliche Weise erlebbar: mit einer Gleichmäßigkeitsfahrt, einem Puzzle und einem Duftspiel, das für Überraschungen und viele Gespräche sorgte.

Nicht mit einem Stapel Prospekte, sondern mit einer kleinen Challenge: einer Gleichmäßigkeitsfahrt mit einem ferngesteuerten Elektroauto, einem Puzzle aus 16 Klötzen mit einem Schenna-Motiv und sechs Duftdosen.
Kaffee, Äpfel, Weintrauben und andere typische Düfte mussten den passenden Bildern aus Schenna zugeordnet werden.
Gerade das Riechspiel wurde zum Überraschungserfolg. Faszinierend, wie unterschiedlich Menschen Gerüche wahrnehmen! Was für den einen sofort klar war, brachte den anderen ins Grübeln. Manche waren über ihren eigenen Geruchssinn erstaunt.
Und schon waren wir mitten im Gespräch. Nicht über Reichweiten oder technische Daten, sondern über Erfahrungen, Erinnerungen und Wahrnehmungen.
Die Aufgaben waren so gestaltet, dass jeder erfolgreich sein konnte. Als kleine Erinnerung gab es eine Tüte in Form einer typischen blauen Südtiroler Schürze mit einer Narzissenzwiebel darin – ein kleiner Speicher voller Südtiroler Sonne. Dazu unsere Schenna-Sonne in zwei Größen, durch die man für ein Erinnerungsfoto schauen konnte.

2 Damen schauen durch die Schenna-Sonnen

… und auch bei Regen gibt es Sonnenschein

Einfach umgesetzt, aber mit erstaunlich viel Wirkung. Wir hatten offenbar den richtigen Riecher!
Und genau das beschäftigt uns auch in unserer Arbeit: Wie wecken wir Neugier, eröffnen neue Zugänge und bringen Menschen ins Gespräch? Manchmal erreicht eine überraschende Sinneserfahrung mehr als die besten Argumente.
Es muss nicht immer die große Lösung sein. Manchmal genügt ein überraschender erster Schritt.


2036 – Warum hat das eigentlich so lange gedauert?

Wir blättern weiter.

„Habt ihr damals eigentlich gewusst, wie wir uns 2036 fortbewegen würden?“ Nicht im Detail. Aber schon 2012 hatten wir eine klare Vorstellung von der Richtung: weg vom Denken in einzelnen Autos, hin zum Denken in Mobilität. Erst überlegen, wie wir am besten ans Ziel kommen, dann das passende Verkehrsmittel wählen.

Was wir allerdings völlig unterschätzt hatten, war die Dauer dieses Wandels.
Wir fragten uns immer wieder: Wann kommt der Kipppunkt? Wann bricht der Damm?
Die Voraussetzungen waren längst erkennbar. Digitalisierung, später KI, globale Entwicklungen und neue Anbieter eröffneten enorme Möglichkeiten, Mobilitätsangebote zu vernetzen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Noch nie schien so viel möglich. Gleichzeitig wurde es immer schwieriger zu entscheiden, worauf man setzen sollte. Denn technisch möglich heißt noch lange nicht, dass sich etwas durchsetzt. Bestehende Investitionen, vertraute Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Risiken bremsen Veränderungen. Und Unsicherheit lässt Menschen gerne länger am Bewährten festhalten.
Auch den Kipppunkt hatten wir uns wohl etwas anders vorgestellt. Nicht alles verändert sich mit einem großen Knall. Manches beschleunigt sich plötzlich, anderes braucht viele kleine Schritte.
Wir blieben trotzdem beharrlich dran. Nicht weil wir wussten, welche Lösungen gewinnen würden, sondern weil wir von der grundsätzlichen Richtung überzeugt waren.
Dabei ist Erfahrung unglaublich wertvoll. Sie hilft, Muster zu erkennen, Entwicklungen einzuordnen und Zusammenhänge zu sehen. Sie kann uns aber auch blind machen für neue Möglichkeiten.

Ich erinnere mich an unsere Anfänge in der Mobilfunkbranche in den 1990er-Jahren. Mobiltelefone waren damals vor allem etwas für Geschäftsleute und fürs Auto. Entsprechend dachte man auch über den Vertrieb nach. Wir machten Mobiltelefone regalfähig, subventionierten die Geräte über die Mobilfunkverträge – und plötzlich wurde aus einem Spezialprodukt ein Massenmarkt.
Heute erscheint uns das selbstverständlich. Damals war es ein neuer Ansatz, der bestehende Denkmuster durchbrach. Mit der Mobilität ist es nicht anders. Passen die Muster, mit denen wir gestern erfolgreich waren, überhaupt noch zu den Rahmenbedingungen von heute?

Wir können die Zukunft nicht sicher vorhersagen. Aber wir können ein Gespür für ihre Richtung und die Chancen entwickeln: neugierig bleiben, ausprobieren, Entwicklungen und Perspektiven verbinden, neu denken – und unsere Erfahrung nutzen, ohne sie für unfehlbar zu halten.

Genau deshalb sind Formate wie das e4 TESTIVAL für mich so wichtig. Hier treffen neue Technologien auf Menschen, die ausprobieren, hinterfragen und weiterdenken. Aus Erfahrungen entstehen neue Perspektiven, aus Begegnungen manchmal ganz konkrete Projekte.

2012 war es unsere kleine Mobilitäts-Challenge mit zwei Kindern. 2026 waren es Elektrofahrzeuge auf dem Hockenheimring, neue Geschäftsmodelle und sechs Duftdosen, die Menschen zum Staunen brachten.
So unterschiedlich diese Erlebnisse sind, eines verbindet sie: die Neugier auf das, was möglich ist.

Das Fotoalbum bleibt offen

Wir blättern noch einmal zurück. München 2012. Hockenheim 2026. 
Und jetzt sitzen wir hier, im Jahr 2036.
Was damals neu, umständlich oder sogar etwas verrückt erschien, ist heute vielfach selbstverständlich.
Aber von allein wurde es das nicht. Menschen hatten Ideen, haben ausprobiert, Gewohntes hinterfragt und Neues möglich gemacht.

Das Fotoalbum bleibt offen.

Denn die nächsten Seiten sind noch nicht geschrieben. Und was einmal darauf zu sehen sein wird, entscheiden wir vor allem mit dem, was wir heute tun.


ZUKUNFT · HEUTE · MACHEN.


Matthias Groher – Ursula Kloè – Andrea Dewes

e4Testival am Hockenheimring Oktober 2026 – INM & JU-KNOW


Text:                 


INM Andrea Dewes
Die Geschichte, die Erfahrungen und die Gedanken dahinter sind meine eigenen. - 
KI hat mir geholfen, sie zu strukturieren, sprachlich auszuarbeiten und den roten Faden zu schärfen.
Erlebt hat KI das alles nicht – wir schon.

Fotos: 

Andrea Dewes & Magdalena Dewes